Am 17.06.2026 veröffentlichten Staatsministerin Regina Kraushaar und Oberbürgermeister Sven Schulze eine gemeinsame Presseerklärung zu den Ergebnissen der Machbarkeitsuntersuchung zum Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz – Leipzig. In der Pressemitteilung wird berichtet, dass ein reduzierter Ausbau angestrebt werde, der einen Halbstundentakt nur noch in den Hauptverkehrszeiten sicherstellt – von einer Fernverkehrsanbindung der Stadt Chemnitz wird gar nicht gesprochen.
Joseph Israel, mobilitätspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Chemnitzer Stadtrat, erklärt dazu: „Grundlegend begrüßen wir die Perspektive zur Umsetzung der Ausbaupläne, jedoch werfen die verkündeten Informationen mehr Fragen auf als sie Antworten liefern. Wir fragen uns, wie sichergestellt werden soll, dass die bereits jetzt über die Kapazitätsgrenze hinaus genutzte Strecke, mit einem reduzierten Ausbauplan zukünftig mehr Verkehr aufnehmen und zugleich betriebliche Stabilität bieten kann. Die langersehnte Fernverkehrsanbindung der Stadt Chemnitz wird nicht erwähnt – gibt es ausreichend Kapazitäten für einen attraktiven Fernverkehr auf der Strecke? Welche Auswirkungen haben mögliche technische Störungen auf den Bahnverkehr zwischen den zwei Großstädten? Die Stadt sollte die Machbarkeitsstudie transparent zur Verfügung stellen, um all diese Fragen zu klären. Es muss sichergestellt werden, dass sich die verkehrliche Anbindung der Stadt Chemnitz mit dem Ausbau der Strecke wahrhaftig verbessert.“
Erklärung der Staatsministerin und des Oberbürgermeisters
Pressemitteilung vom 18.06.2026

