Gerade mal 23 % aller Abgeordneten auf kommunaler Ebene in Deutschland sind Frauen. Das sieht in Chemnitz ein wenig besser aus: Immerhin 19 Plätze im Stadtrat sind mit Frauen besetzt, 41 mit Männern. Das macht einen Frauenanteil von ca. 32 %. Schaut man in die Rathäuser, sieht es nicht besser aus, über 90 % aller (Ober-) Bürgermeister*innen sind Männer.
Auch im Sächsischen Landtag sind Frauen mit 27% unterrepräsentiert. Um mehr Mädchen und junge Frauen für die Wahl einer solchen Karriere zu ermutigen, beteiligt sich die sächsische Landtagsfraktion am diesjährigen Girls’Day. Teilnehmende Jugendliche können heute im Landtag erleben, wie politische Arbeit funktioniert.
Wir Bündnisgrüne stehen für Gleichberechtigung und setzten uns dafür ein, mehr Frauen die Teilhabe an politischer Arbeit zu ermöglichen. Christin Furtenbacher, Städträtin in Chemnitz und Sprecherin für Gleichstellung, erklärt: „Wir besetzten Wahllisten paritätisch, das heißt mindestens zur Hälfte mit Frauen. Dadurch verbessern wir nicht nur die Chancen von Frauen, sondern auch die Voraussetzung, dass sie selbst für bessere Bedingungen für Frauen in der Politik sorgen können. Die Vergangenheit zeigt, dass männlich dominierte Gremien dies nicht tun. Und mit Erfolg: Wir sind die einzige Fraktion im Stadtrat Chemnitz, in der es mehr Stadträtinnen als Stadträte gibt.“
Ein Gegengewicht auch zu Fraktionen mit einem Männeranteil von 100 %.
Es bleibt noch viel zu tun, um die echte Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen. Denn nur wer in Parlamenten vertreten ist, kann seine Perspektive einbringen. Wir kämpfen für die Hälfte der Macht – mindestens!

Stellplatzsatzung: Neuer Entwurf sorgt für Kritik
In der kommenden Sitzung des Stadtrats soll über eine neue Stellplatzsatzung entschieden werden. Darin wird geregelt, wie viele Parkplätze bei Bauprojekten geschaffen werden müssen. Nachdem der erste Entwurf von verschiedenen Fraktionen kritisiert wurde, hat die
