Die Fahrgastzahlen der Chemnitzer Verkehrs-AG steigen in diesem Jahr deutlich an – das ist einem kürzlich erschienenen Artikel der Lokalpresse zu entnehmen. So hat die CVAG im ersten Halbjahr des Jahres 2025 bereits über 20 Millionen Fahrgäste befördert. Im Vorjahr waren es noch 18,6 Millionen Fahrgäste im ersten Halbjahr. Das entspricht einem deutlichen Plus von 1,4 Millionen bzw. 7,5% Fahrgästen!
Gleichzeitig steht der ÖPNV bundesweit und auch in Chemnitz vor großen Herausforderungen. Die Personal- und Betriebskosten steigen ebenso deutlich und die Zuschüsse von Städten, Ländern und der Bundesregierung stehen auf der Kippe.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Chemnitzer Stadtrat setzt sich für eine auskömmliche Finanzierung und einen gleichzeitigen Ausbau des ÖPNV in Chemnitz ein.
Joseph Israel, mobilitätspolitischer Sprecher der Fraktion, erläutert:
„Die gestiegenen Fahrgastzahlen sind ein deutliches Signal: die Menschen in Chemnitz wollen und brauchen den städtischen Nahverkehr! Der Straßenbahnausbau ist eines der wichtigsten Projekte für die Stadt Chemnitz. Doch auch der Busverkehr hat noch jede Menge ungenutzter Potenziale. In einer Ratsanfrage erklärte die Stadt, dass es zwischen den Stadtteilen Bernsdorf, Sonnenberg, Kaßberg, Schloßchemnitz und Gablenz den meisten Pendelverkehr gibt. Dennoch gibt es zwischen großen Teilen dieser Stadtteile keine direkten Busverbindungen. Hier geht Potenzial für den Chemnitzer Nahverkehr verloren. Ein Ausbau dieser Querverbindungen kann durch zusätzlich erreichte Fahrgäste auch ein weiteres Plus an Fahrgastzahlen und damit auch Einnahmen bedeuten! Für uns ist klar: statt Kürzungen braucht es einen weiteren Ausbau des ÖPNV!“
Ein weiterer ÖPNV-Ausbau ist auf eine auskömmliche Finanzierung angewiesen. Die Stadträtinnen und Stadträte der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Chemnitzer Stadtrat setzt sich deshalb auf verschiedenen Ebenen für eine zukunftsfähige Finanzierung des ÖPNV ein und nutzt dafür Kontakte zu Landtags- und Bundestagsabgeordneten sowie den Austausch mit politischen Entscheidungsträger*innen.
Pressemitteilung vom 01.08.2025

