Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Chemnitz sieht nach Auswertung der Antwort der Stadtverwaltung auf ihre Anfrage zu den Auswirkungen der Fernwärmepreisstruktur auf Kirchgemeinden weiteren Klärungsbedarf.
„Die Antwort zeigt deutlich: Die Spielräume bei der Preisgestaltung sind begrenzt. Das darf aber nicht dazu führen, dass wir die Hände in den Schoß legen, während wichtige kulturelle Orte unter den Energiekosten leiden“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Volkmar Zschocke.
Die Kirchen sind nicht nur religiöse Räume, sondern zugleich bedeutende Veranstaltungsorte für Konzerte, Ausstellungen und kulturelle Angebote. Dennoch bleibt die Verwaltung eine Einschätzung der Auswirkungen auf das kulturelle Leben der Stadt schuldig.
„Wer über die Zukunft dieser Gebäude spricht, darf nicht nur auf Tarife und Verträge schauen. Es geht um Orte, die das kulturelle Leben in Chemnitz mitprägen und für viele Menschen offenstehen“, so Zschocke.
Die Fraktion bedauert, dass in der Antwort zwar von „guten Lösungen“ die Rede ist, aber keine konkreten Lösungsansätze genannt werden. Zwar verweist die Stadt auf rechtliche Grenzen bei Sonderregelungen für einzelne Gebäude, doch über mögliche vertraglich und technische Alternativen, Förderprogramme oder Unterstützungsmöglichkeiten gibt es keine Aussagen.
„Es braucht einen ernsthaften Blick auf praktikable Lösungen, von technischen Einsparmaßnahmen über Fördermöglichkeiten bis hin zu langfristig tragfähigen Energiekonzepten. Die Nutzung unserer kulturellen Infrastruktur darf nicht an den Energiekosten scheitern“, betont Zschocke.
Die Fraktion will das Thema weiterverfolgen und auf eine Klärung der offenen Fragen drängen.
Informationsanfrage „Auswirkungen Fernwärmepreisstruktur auf Kirchgemeinden“
Pressemitteilung vom 05.06.2026

