Die bündnisgrüne Fraktion im Stadtrat sieht Nachbesserungsbedarf bei der Legacy – dem Vermächtnis der Kulturhauptstadt. „Viele Kulturakteure der Stadt wurden nicht in den Prozess eingebunden. Wir fordern deshalb, dass transparent gemacht wird, wer bislang mitreden durfte und dass zukünftig eine breite Stadtgesellschaft beteiligt wird. Außerdem war im Bewerbungsbuch Bid Book für 2026 eine Evaluation vorgesehen. Diese fehlt uns gänzlich im vorgelegten Rahmenkonzept. Wir erwarten eine Evaluation, deren Ergebnisse öffentlich zugänglich sind,“ erläutert Anna Lanfermann, kulturpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion.
Lanfermann erkärt weiter: „Grundsätzlich wertet unsere Fraktion die Kulturhauptstadt als einen Erfolg. Allen voran sind hier aus unserer Sicht die 1.300 Volunteers zu nennen, die das Gesicht der Kulturhauptstadt geprägt haben. Ihr Engagement war ein beispielloser Gewinn für die Stadt und muss weiter koordiniert werden. Neben den Interventionsflächen und dem Purple Path sehen wir Grünen insbesondere die gepflanzten Apfelbäume und die damit verbundenen Begegnungen als ein bleibendes Vermächtnis der Kulturhauptstadt. Die Bäume gilt es zu pflegen und kreativwirtschaftlich zu nutzen.“
Hintergrund:
Anschließend an das Festjahr plant die Stadt Chemnitz für 2026 ein Brückenjahr, um ab 2027 mit der „Unseen Biennale“ die Kulturhauptstadt aufleben zu lassen. Die Verwaltung hat dem Stadtrat dazu für die Sitzung am 17.12. einen Beschluss zur Abstimmung vorgelegt. Die Grüne Fraktion hat einen Änderungsantrag eingereicht.
Pressemitteilung vom 12.12.2025
