Rede von Anna Lanfermann zum Antrag Schauspielhaus in der Stadtratssitzung am 26.11.2025

Das Schauspielhaus ist ein bedeutender Ort für die Chemnitzer:innen. Ein Schauspielhaus ist das sowieso für eine Stadt, weil die Darbietungen zum lachen, weinen, nachdenken und träumen anregen. In Chemnitz kommt gerade für die Generation, die die DDR miterlebt hat, eine weitere Bedeutung hinzu: Am 7.10.1989 verliest Hartwig Albiro hier auf der Bühne die Resolution der Theater-Mitarbeiter:innen für demokratische Erneuerungen der DDR. Das Theater war der Ort für kritische Gespräche über die politische Situation.

Auch im Mai dieses Jahres betonten Kreativschaffende die Wichtigkeit des Schauspielhauses, indem sie durch eine bunte Protestaktion darauf aufmerksam machten. Viele Einwohner:innen kamen, um sich den Zustand des Gebäudes anzusehen und hier noch einmal die die geliebte Atmosphäre einzutauchen.

Information und Beteiligung sind Grundpfeiler der Demokratie. Bei einer so bedeutenden Frage wie dem Standort des Schauspielhauses sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, die Einwohner:innen zu informieren und in der Entscheidungsfindung mitzunehmen.
Wir haben in den Gesprächen mit der Verwaltung immer wieder betont, dass die Planungen besser kommuniziert werden müssen. Wir haben als Fraktion selbst eine Veranstaltung zu dem Thema organisiert, die auf große Resonanz gestoßen ist. Die Veranstaltung hat uns verdeutlicht, wie unterschiedlich die Standpunkte in der Stadtgesellschaft sind. Aber auch, dass Menschen durch mehr Information zu den Planungen ihre Meinungen ändern können.

Wir finden es äußerst bedauerlich, dass die Stadt diese Information und Diskursführung bislang nicht ermöglicht hat – unserer Meinung nach wäre es wichtig gewesen – und daher unterstützen wir den Antrag der Linken ausdrücklich.

– es gilt das gesprochene Wort –

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